Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg
Stamm Witta Witzenhausen

Sommer 2011 - WorldScoutJamboree PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Markus Kutschker   
Mittwoch, 10. August 2011

Simply Scouting – Einfach Pfadfinden

Seit Herbst 2010 war für zehn Witzenhäuser Pfadis klar, dass das kommende Sommerlager für sie einzigartig werden würde. Sie hatten sich für das World Scout Jamboree angemeldet. Das WSJ ist ein Weltpfadfindertreffen, das alle vier Jahre für die 14-18 jährigen stattfindet.

Logo-deutsches Kontingent.pngWeltpfadfindertreffen finden nicht im Stamm statt, sondern in Trupps mit vierzig Personen. Zusammen mit den zehn Witzenhäuser Pfadis bildeten Pfadis aus Netphen, Olpe und Wetzlar einen Trupp. Bei dem ersten gemeinsamen Treffen im April stand allgemeines Kennenlernen ebenso auf dem Programm wie die Vermittlung dessen was die Teilnehmer in Schweden bei dem World Scout Jamboree erwartet.

Zwei weitere Vortreffen folgten und am morgen des 24. Juli hieß es dann endlich Aufbruch Richtung Jamboree.

Das erste Ziel war Tydal, kurz vor der dänischen Grenze. Dort fand das Vorlager der DPSG (unser Verband) mit ca. 1.200 Teilnehmer statt. Hier hatten alle die Gelegenheit sich noch besser kennen zu lernen. Das "Wir-Gefühl" wurde vermittelt und alle hatten sehr viel Spaß.

Zwei Abende Später ging es weiter Richtung Schweden. Während der Abschiedsfeier wurde auf einen der vielen Transferbusse gewartet, der den Trupp zum Jamboree bringen sollte.

Am Morgen des 27. Juli erreichte der Trupp dann völlig erschöpft den Lagerplatz. Schnell wurden die Zelte aufgebaut und dann ging das Jaboreeerlebnis endlich los. Ab jetzt hieß es unter dem Motto „simply scouting“ (einfach Pfadfinden) den Lagerplatz erkunden, schwedische Süßigkeiten testen und natürlich auch Schlaf nachholen.


 
Am folgenden Abend war dann die offizielle Eröffnung – die Opening Ceremony - der eigentliche Start des Jamborees. In einer riesigen natürlichen Arena konnten (fast) alle 40.000 Teilnehmer, Leiter und Helfer zunächst den Einzug der Flaggen aller anwesenden Nationen erleben. Anschließend präsentierten die Gastgeber einen Abriss durch die schwedische Geschichte und humorvoll die Suche nach dem richtigen Lagerplatz.
Auf dem Weg in die Arena
Am gleichen Abend folgte kurz vor Mitternacht der erste reguläre Programmpunkt "Dream" (Traum). Ein Wanderung, die die Teilnehmer über mehrere Schritte hinweg Rückwärts durch das Leben vom Alter hin zur frühsten Kindheit führte.

In den nächsten Tagen folgten weitere Programmpunkte, wie z.B. die Auseinandersetzung mit den folgen unseres Verhaltens im "Globalen Entwicklung Dorf", sei es nun der CO2-Fußabdruck unserer Einkäufe, die Folgen von Landminen oder auch der Umgang mit Informationen durch Presse und Zensur. 

Camp im Camp - MitsommerSpäter hieß dann raus aus dem großen Lager zu „Camp im Camp“. In vier Kleingruppen besuchten die Trupps parallel stattfindende Sommerlager der Schweden. Einen Teil unseres Trupps verschlug es in ein Sommerlager der Region Uppland, in dem wir die schwedische Art zu Zelten, schwedische Spiele, Spezialitäten und auch das Mitsommerfest erleben durften.


Der Cultural Festival Day(Festival der Kulturen) wurde am 04. August gefeiert. Alle waren aufgerufen, etwas aus Ihrer Heimat zu präsentieren. Spiele, Vorführungen und das große Essens-Festival. Das war die Möglichkeit anderen Kulturen in den Topf zu gucken und Kleinigkeiten aus anderen Ländern wie zum Beispiel aus Japan oder Mexico zu probieren oder auch einfach nur eine kleine Portion Currywurst eines anderen deutschen Trupps in unserem Teil des Lagers.

Das Culture Festival endete mit einer erneuten Feier in der Arena, an der die Gastgeber der „Camp im Camp“- Aktion auch teilnahmen.


 
Ein weiterer Programmtag folgte und dann hieß es bereits abbauen und sich auf den Abschied vorbereiten.
In der großen Abschiedszeremonie. folgte ein buntes Programm mit offizieller Übergabe an die Gastgeber des nächsten Jamborees 2015 – Japan. National und international bekannte Künstler, eine Rede des schwedischen Königs und ein großes Feuerwerk krönten den Abend. Wer nicht bereits die letzten Tage genutzt hatte, nutze letzte Möglichkeiten Kontaktdaten, Aufnäher und Halstücher zu tauschen.

Nach einer letzten Nacht bei Gewitter und Regen ging es am frühen Morgen dann ein letztes Mal mit Material und Gepäck in Richtung Bus. Ein geniales Erlebnis lag hinter den Jugendlichen und langer Weg nach Hause stand ihnen bevor.

Am Sonntagabend in Witzenhausen angekommen mussten sich unsere Pfadfinder von ihren neu gewonnenen Freunden aus Netphen, Olpe und Wetzlar verabschieden. Traditionell wurde "Nehmt Abschied Brüder" gesungen und auch die ein oder andere Träne vergossen.Vorführung am Cultural Festival Day

Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 28. August 2011 )
 
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