Unser Pfadi‑Rovi‑Sommerlager – eine ereignisreiche Woche in Kroatien

Erschienen am 13. Juli 2026 in Pfadfinder

Nils Gädtke

seit 2001 Pfadfinder, Leiter der Roverstufe

 

Bericht von Leonie Schneider:

Am Sonntagabend machten wir uns mit Ollis Reisesegen auf den Weg und sammelten zuerst zwei unserer Leiter*innen in Nürnberg ein. Dort herrschten apokalyptische Wetterbedingungen, die unsere Ankunft an der Zwischenübernachtungsstation auf dem Pfadfinderdorf Zellhof in Österreich verzögerten.

Foto: Jana

Am nächsten Morgen konnten wir nach einer Erfrischung im Grabensee weiterreisen. Wir benannten unsere Autos Grüner Blitz, Touri‑Bus (ein VW Touran) und Vollkornbro. Mit ihnen düsten wir Richtung Südosten. Schon unterwegs sahen wir in Österreich, Slowenien und später auch in Kroatien beeindruckende Berge – und irgendwann das Meer.

Foto: Nils

Während des gesamten Lagers blieben die Temperaturen tagsüber konstant über 30 °C und nachtsüber nie unter 24 °C. Entsprechend gestalteten wir unser Programm mit vielen Abkühlungen im Meer. Es wurde viel geschnorchelt und geplanscht und wir entdeckten beeindruckende Unterwasserlandschaften. Besonders am steinigen Strand direkt bei unserem Zeltplatz verbrachten wir viel Zeit.

Foto: Amrei

Ein Highlight war der Ausflug in den Nationalpark Paklenica mit einer wilden Badestelle sowie die Stufenzeit. Die Pfadis erkundeten einen gigantischen Canyon, durchzogen von einem Meeresarm. Die Rovis bereiteten währenddessen ihre Versprechen vor und feierten sie mit einer anschließenden Singerunde in einer Turmruine. Als wir den rötlichen Schein des Mondes erblickten, wussten wir sofort, welches Lied wir singen würden.

Foto: Jana
Foto: Jahra
Foto: Jana

Unser Abschluss in Kroatien fand in der Hafenstadt Zadar statt. Wir schlenderten durch die Altstadt auf der Suche nach vegetarischem und veganem Streetfood und genossen den Sonnenuntergang bei der Meeresorgel. Ein besonderer Moment war die Hochstufung der neuen Rovis auf einem Steg, bevor wir mit einem Wassertaxi – mit Blick auf die nächtlich beleuchtete Stadt – zurück zu den Autos fuhren.

Foto: Jana

Als wir am Samstag das Lager reflektierten, wurde uns bewusst, wie wertvoll der Zusammenhalt für uns war – besonders bei den Herausforderungen, denen wir begegneten, etwa dem Sturm, der zwischenzeitlich unsere Jurten dem Erdboden gleichmachte. Viele erinnerten sich gern an die beeindruckende Natur und die gemeinsamen Momente beim Singen. Wir hätten uns gewünscht, länger bleiben zu können.

Foto: unbekannt

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